00:00:00: Der Börsen-Podcast, BörseneradioNetwork AG.
00:00:03: Mein Name ist Theo Tebeib und ich bin Geschäftsführer von Rauschat, ein familiengeführtes Unternehmen was seit ersten Juli, im Thüringen Hüttengrund gegründet worden ist und nach wie vor im Familienbesitz ist.
00:00:18: Wir haben angefangen mit Elektroporzelanen und haben uns dann sukzessive weiterentwickelt in verschiedensten Produktbereichen der karamischen Industrie.
00:00:28: Wir machen Fadenführer für die Textilindustrie und haben dann auch irgendwann, als man in den Sechzigerjahren dachte, die Keramik ist nicht mehr zukunftsorientiert mit Kunststoff angefangen.
00:00:41: Und mittlerweile sieht es so aus dass wir ein Viertel unseres Gesamtumsatzes im Kunststoff machen und drei Vierteln mit der Keramika.
00:00:51: für den Kunststoffbereich zeichne ich verantwortlich.
00:00:57: Also über hundertfünfundzwanzig Jahre bis einfach zu rechnen.
00:01:00: Wie viele Generationen sind Sie?
00:01:02: Ich bin die vierenhalb der Generation oder fünfte, wie man es halt rechnend möchte und die nächste Familiengeneration steht schon in den Stadtlöchern.
00:01:10: Also auch schon im Geschäft tätig?
00:01:11: Im Geschäft tät.
00:01:12: ich ist jetzt dabei langsam aber sicher aufzubauen und die alte Generation oder jetzt alte Generation möchte ihr Wissen weitergeben Stück für Stück aus der operativen Verantwortlichkeit zurückziehen.
00:01:26: Okay, ist dann die sechste Generation auch schon in Arbeit?
00:01:29: Die sechse Generation ist auch schon an Arbeit!
00:01:31: Was ich ja ungewöhnlich finde... ...ist dass man über einhundert und zwanzig Jahre ein ähnliches Produkt hat.
00:01:37: also ganz viele Firmen haben wir irgendwie als Metallbau begonnen und plötzlich machen sie was ganz anderes.
00:01:42: natürlich, die Welt ändert sich.
00:01:44: aber was ist der Vorteil von Keramik und wo wird es überall eingesetzt?
00:01:47: Keramika hat etwas mit Alchemie zu tun Und nicht jeder kann Keramik herstellen, das ist das eine.
00:01:54: Mittlerweile sind immer weniger Menschen und immer weniger Firmen in die Keramikaingestiegen oder haben sie aufgegeben weil sie angeblich nicht mehr so interessant ist.
00:02:03: Das war natürlich wiederum unser Vorteil dass wir gesagt haben Wir bleiben bei unserem Standbein und erweitern natürlich die Technologie!
00:02:11: Wir haben Verschleißcoatings, wir haben verschiedenste keramische Mischungen, die wir selbst herstellen, wo drauf auch verschiedenste Patente haben.
00:02:20: Also Keramik ist nicht nur Lehm, Karolin, Sande sondern Magnesium-Oxide, Zirconoxide und weiß der Teufel was für andere Zusammensetzungen wir
00:02:30: haben.
00:02:30: Was halt an dem Patent steht?
00:02:31: Und was sind die technischen Vorteile?
00:02:33: und wo setzt man es dann ein?
00:02:34: Vielleicht können Sie eins oder zwei Beispiele sagen, wo ich das theoretisch finden könnte.
00:02:38: Es gibt da tausende Produkte, wo man vorbeiläuft und gar nicht weiß wer's eigentlich herstellt.
00:02:42: also viele von ihnen haben ja einen Backofen.
00:02:46: Ich behaupte mal, bis vor zehn Jahren kam die Fassung für die Lampen, die da drin sind.
00:02:52: Aus dem Unternehmensbereich von Rauschad zum größten Teil.
00:02:56: natürlich machen uns die chinesischen Kolleginnen und Kollegen und die Tschechien- und Ostbetriebe machen uns aufgrund ihrer deutlich geringeren Lohnstückkosten erhebliche Probleme in diesem Bereich.
00:03:08: Vorteil von Keramik ist wenn es einmal gebrannt worden ist sehr säurebständig Es ist sehr temperaturbeständig und es verformt sich nicht
00:03:15: Überall da, wo Hitze zu bearbeiten ist.
00:03:17: Da wird Keramik eingesetzt.
00:03:19: Ich kann mich noch als KinderInnen oder Jugendlicher... Also überall dort, wo es mit Strom und Hitze zutun hat, wird eigentlich oder wurde damals Keramikaingesetzt?
00:03:27: Und jetzt ist da meist nur so ein Aluminium-Teil zum Rheinschrauben.
00:03:31: Geht ihr Geschäft dann zur Grunde irgendwann bei keiner mehr Keramick will oder gibt's eine Renaissance von Keramike?
00:03:38: Wir hatten schon mal in den Sechziger Jahren oder in den Siebzigerjahren so einen Fall, wo man dachte Kunststoff kann alles lösen.
00:03:43: Nur dann hat man gemerkt Kunststoff ist zwar ein neuer Werkstoff, aber gerade was die Hitze Säurebeständigkeit geht nicht ganz so einfach nachzuvollziehen wie es bei der Karamik ist.
00:03:55: und im Endeffekt sind die Kosten von einem Kunststoff.
00:03:58: Der dieselben Eigenschaften hat Gott sei Dank noch ziemlich hoch und sie sind sehr schwer zu verarbeiten.
00:04:05: Wie gibt's denn so eine Firma momentan in der Deutschland AG im Jahre zwanzig sechsundzwanzig?
00:04:11: Im ersten Jahr nach dem Regierungswechsel sozusagen?
00:04:14: In unserer Geschichte sieht man vielleicht, wir haben zwei Weltkriege mitgemacht.
00:04:18: Wir haben beides gut überstanden weil unser Vorteil war.
00:04:23: anschließend konnten wir agieren und konnten selber bestimmen wie es weitergeht und konnten arbeiten.
00:04:31: die Situation in der wir uns momentan befinden.
00:04:33: das haben wir noch nie erlebt.
00:04:35: Wir sind so stark fremdbestimmt dass es immer immer schwieriger wird aktuell nicht nur Passagiert zu sein, sondern zu schauen wo geht denn die Richtung hin?
00:04:47: und das macht uns extrem schwer vor allen Dingen weil wir auch unwahrscheinlich viele Regularien haben.
00:04:53: Wir werden sowas mit Vorschriften voll geschütteten dass es insbesondere als die Jamaika Koalition hier ist es dran war da hat sogar jetzt die Deutsche Bundesbank nachgerechnet dass zwischen zwei zwanzigund vierzwanzig die Verwaltungskosten sich um mehr als fünfzig Prozent pro Unternehmen erhöht haben.
00:05:12: Ist schon spannend, also sowas haben sie noch nie erlebt?
00:05:14: Sie sind nicht mehr selbstbestimmt sozusagen, werden es im Beispiel oder zwei drei Beispiele damit man das besser versteht?
00:05:20: Also das würde jetzt stunden dauern wenn ich alles aufzählen soll.
00:05:22: Es gibt
00:05:23: also zehn Minuten hätte ich schon nicht.
00:05:24: Gut!
00:05:25: Es gibt das Lieferkettenverfolgungsgesetz.
00:05:29: wir müssen zum beispiel nachweisen dass unsere Mitarbeiter nicht mehr angekettet sind, dass wir keine Kinderarbeit haben und dass wir
00:05:39: Also auch bei den Produkten, die sie irgendwo einkaufen?
00:05:42: Ja.
00:05:42: Auch
00:05:43: bei den Lieferanten.
00:05:44: Das Schöne ist ja... Die Bundesregierung hat sich so toll dargestellt, dass es deutlich entschärft worden ist was absoluter Plötzeln ist.
00:05:52: Der große Kunde muss das nachweisen also müssen Sie es für den Kunden nachweisen und dann geht die Kette immer weiter nach unten.
00:05:58: Also im Endeffekt ist
00:05:59: jeder davon betroffen.
00:06:00: Das Herz der Entschaffung
00:06:01: ist fake!
00:06:01: Die ist absoluter Blödsinn.
00:06:02: Also die hat nicht stattgefunden.
00:06:03: Die Arbeit ist trotzdem da.
00:06:05: Dann haben wir seit ersten Sippen ein wunderbares Gesetz wo alle Verpackungen registriert werden müssen, nur keiner weiß genau wie es geht.
00:06:13: Aber es muss gemacht werden!
00:06:14: Wozu?
00:06:15: Gute Frage wissen wir auch nicht.
00:06:16: Alle Verpackung... Also... ...egal ob Plastik, Holz...
00:06:21: Ja Sie müssen wenn sie was verschicken als produzierendes Gewerbe, müssen sich nachweisen, was für eine Verpacking ist es, kann sie recycelt werden, wenn, wie wird sie recycelt.
00:06:30: Ist
00:06:30: das wieder ne EU-Erfindung oder wir Deutschen machen das besonders streng?
00:06:34: Ja, ein eindeutiges ja.
00:06:35: Eine EU-Erfindung und wir machen es besonders streng!
00:06:38: Wir verschlimmen besser also alles.
00:06:39: In ganz Europa gelten die Vorschriften.
00:06:42: nur wenn sie beispielsweise nach Italien oder nach Spanien gehen... Ja, es gibt die Verschriftenpunkt.
00:06:49: Bitte noch ein Beispiel.
00:06:51: Was absolut der Wahnsinn ist was man mit einem Federstreich wirklich ganz schnell eliminieren könnte ist Wenn Wir ein neues Elektrogerät kaufen und davon spreche ich nicht von einer großen Maschine, sondern von einer Kaffeemaschine.
00:07:06: Von einem Wasserkocher Radio alles so in die Richtung muss jedes Unternehmen erst mal selber prüfen ob das auch den elektrischen Anforderungen entspricht und praktisch einen Unternehmens internen TÜV-Stempel dienen.
00:07:21: Ein Fabrik, neues Gerät was gekauft worden.
00:07:24: Da würde ich jetzt erwarten dann müsste ich da herstellen um kümmern dass das Ding richtig funktioniert.
00:07:27: Ja, da gibt es ja auch alle Labels
00:07:30: dafür
00:07:30: und alles Arbeit.
00:07:31: das Unternehmen muss es trotzdem machen.
00:07:33: Wenn
00:07:33: du's nicht tut kriegst du keinen Versicherungsschutz wenn die Bude abbrennt oder so?
00:07:37: Unter anderem.
00:07:38: aber das ist ja nicht nur das erste Mal das muss jedes Jahr wiederholt werden.
00:07:41: Sie können sich nicht vorstellen wie viel an Geld- und an Arbeitskraft von Elektrofachtkräften dabei draufgehen die eh momentan sehr ragesäht wären um so einen Schwachsinn zu machen.
00:07:54: Hier brauche ich eigentlich eher um die Maschine laufen lassen zu können.
00:07:56: Genau
00:07:57: Sie kennen alle Leitern.
00:07:58: Ja?
00:07:59: Jede Leiter muss jedes Jahr oder alle zwei Jahre geprüft werden, dass die Leiter eine Leiter ist, die funktioniert und das können wir dann auch selber machen.
00:08:10: aber es muss tatsächlich auch dokumentiert werden.
00:08:12: natürlich müssen auch die anderen Prüfungen alle dokumentiert wären.
00:08:15: ich kann mir glauben damit da keiner davon kommt.
00:08:18: ja was sind die folgen eigentlich?
00:08:20: höhere kosten klar personalbindung was noch
00:08:24: dass die knappen arbeits Die Kräfte von Fachkräften einfach für absoluten Nonsens und Plötzeln verschwendet werden, wo sie anderweitig wesentlich besser aufgehoben werden und wertschöpfend agieren können.
00:08:39: Weil im Endeffekt ist es ja so wie Unternehmen wir müssen das Geld was wir ausgeben oder bezahlen müssen, das müssen wir verdienen!
00:08:49: Wir können nicht irgendwie einfach nur irgendwelche Steuern erhöhen sondern Wir haben die Aufgabe Wertschöpfung zu sein und die wertschöpfende Zeit wird uns dadurch immer, immer weniger.
00:09:01: Andererseits die Kosten oder Aufgaben, die wir für eine Staat übernehmen dürfen werden immer mehr und damit die, ich sage es unnütze Kosten werden einfach immer
00:09:11: höher.".
00:09:12: Was sind dann die Folgen als Unternehmer?
00:09:15: Also wo er dann sagt okay Firmen wie Bosch bauen ihre Zelte ab und bauen sie in China auf wird personal verlagert.
00:09:22: Bauen Sie dann ein Werk in CE-Raum auf, Osteuropa, Polen vielleicht?
00:09:27: Oder gehen Sie auch nach China oder entlassen Sie Mitarbeitern oder geben sie Produktlinien auf?
00:09:31: Oder sagen Sie nee da investiere ich jetzt nicht neu!
00:09:34: Ich gönne mir einen großen Urlaub und klopfen mich lieber privat.
00:09:36: Ein neues Auto statt da vielleicht ein Werk für zehn Millionen Neutze investieren was vielleicht nur Ärger macht und nicht wirklich rentabel bis jetzt errechnet werden kann.
00:09:45: Also ich habe jetzt nochmal ein paar Beispiele genannt.
00:09:46: aber wie ticken Sie oder was ist die Konsequenz?
00:09:49: Also sie dürfen ruhig sagen, dass wir Familienunternehmer ein bisschen bekloppt sind.
00:09:53: Wir sehen das nicht als ein reines Business oder nur als ein Geschäft sondern das ist unser Leben.
00:09:59: Das sind Teile von uns – das nächste Kind was wir haben und Sie werden ja auch nicht einfach Kinder aufgeben.
00:10:04: Wir haben ja auch und wir fühlen uns sehr verantwortlich für die Regionen in denen wir tätig sind.
00:10:13: Innovation auf den Weg zu bringen.
00:10:14: Wir müssen produktiver werden, wir schauen auch nach rechts und links.
00:10:18: wo können wir hingehen?
00:10:19: nur die Herausforderung ist einfach dass unsere Management Kapazitäten auch begrenzt sind.
00:10:23: deswegen können wir nicht so einfach wie ein Großunternehmen die natürlich auch dafür entsprechende Support haben und auch finanziell unterstützt werden sei es von unserem wunderbaren Staat oder von den Ländern in denen sie sich ansiedeln.
00:10:38: diese Lobby haben wir leider nicht.
00:10:40: das heißt Auch das sind wieder Arbeiten, die wir selber machen müssen.
00:10:43: Natürlich schauen wir uns um.
00:10:45: wo können wir hingehen?
00:10:46: Wo müssen wir sein um dass was wir noch in Europa oder in Deutschland haben auch weiter stemmen zu können und unsere Stammenbelegschaft halten zu können?
00:10:55: Das ist die große Herausforderung Und wenn wir nur Rendite orientiert werden dann müssten wir sicherlich schon das ein oder andere Zugemacht haben und hätten sicherlich uns außerhalb von europa noch stärker engagiert.
00:11:08: also das höre ich oft
00:11:09: typisch
00:11:10: Familien getriebene Mittelstand.
00:11:12: Fühlen Sie sich als typischer Mittelstand?
00:11:15: Klein, groß... Was ist die Definition vom Mittelstand?
00:11:17: da gibt es ja Tausende von Definitionen.
00:11:19: Wir haben eine Größe wir sind wieder ein KMU noch sind wir ein Großunternehmen.
00:11:25: Wir sind twelvehundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
00:11:28: Also
00:11:28: brauchen sie sich schon SAP sozusagen?
00:11:30: Davor haben wir uns gedrückt und deswegen funktioniert ja auch irgendwie unsere EDV.
00:11:36: Entschuldigung
00:11:36: bitte an SAP.
00:11:38: Ich habe schon ein paar Interviews gemacht, wo man sagt ja SAP eingeführt und da konnten Quartalseinbrüche durchaus dokumentiert werden.
00:11:45: Wegen Einführung von SAP in ganzes Quartall liefen das sechs Wochen lang nichts mehr vom Band.
00:11:49: Wir haben auch schon Kunden unterstützt ich möchte keine Namen nennen große internationale Kunden die SAP eingepführt haben und die uns dann gefragt haben können sie uns bitte sagen was wir im nächsten zwei drei Monaten von euch bekommen sollen?
00:12:01: Was ist derzeit der größte Engpass?
00:12:03: Geld Kapital Zeit Energiepreise.
00:12:06: wie schaut es damit aus?
00:12:08: Bitte nicht den wunden Punkt ansprechen, Sie haben den angesprochen.
00:12:11: Energie ist ein Riesenproblem.
00:12:13: Lohnstückkosten sind ein Riesenproblem.
00:12:15: Nur ein Beispiel wir haben in den zwanziger Jahren ... ... ungefähr in unserer kleinen Porsche pro Stand auch circa ... ... mehr an Strom bezahlt ohne eine einzige Kilowatt-Stunde mehr zu verbrauchen.
00:12:37: Das war eine Verfünffachung der Kosten und das sind Vorgänge, wo ich sage wir sind eben fremdbestimmt.
00:12:45: Und das hat uns schon sehr viel Energie gekostet und auch ein Unternehmen was Rückstellungen hat konnte dass so wie wir noch ganz gut auf den Weg bringen.
00:12:57: nur wenn wir nochmal sowas in die Richtung haben Ich weiß nicht ob wir das überleben können.
00:13:02: Was macht man dagegen?
00:13:03: Ein eigenes Kraftwerk auf dem Firmengelände bauen.
00:13:05: Wie stellt man eigentlich Keramik her mit Gas, mit Energie?
00:13:09: Wir
00:13:09: brauchen Gas und für den Kunststoff brauchen wir sehr viel Strom.
00:13:12: Sie haben da auch wieder eine tolle Sache angesprochen.
00:13:16: Baut man ein eigenes Kraftwerk.
00:13:18: Seit dreizehn Jahren entfasst jedem Werk machen wir fünfzehn bis siebzehn Prozent unserer Strom selbst mit Photovoltaik.
00:13:25: Nun wollten wir vor zwei oder drei Jahren weitere fünfhundert Kilowattpeak für den Eigenverbrauch auf einen Weg bringen.
00:13:31: Damals hatten wir einen grünen Wirtschaftsminister und Kinderbuchautor.
00:13:36: Und es wurde ja propagiert, das geht jetzt als viel einfacher.
00:13:38: Es geht alles viel schneller.
00:13:40: Wir haben darauf den Antrag gestellt, der ist abgelehnt worden.
00:13:42: Warum ist er abgelehnd worden?
00:13:44: Antrag wo?
00:13:45: Also ein Antrag heißt ich möchte...
00:13:46: Antrag für eine Photovoltaik!
00:13:47: Für den Bau einer Fotos... Für
00:13:48: ein Vierundzwanzig
00:13:49: Kilowatt Peak?
00:13:50: Nein, fünfhundert
00:13:52: Kilowatts Peak.
00:13:53: Okay.
00:13:53: Für den Eigenverbrauch.
00:13:55: Ja also wir verbrauchen circa
00:13:57: Also auf einem Dach,
00:13:58: wo
00:13:59: drauf?
00:14:00: Noch niemals auf dem Dach.
00:14:01: Wir haben eine genutzte Wiesenfläche auf Stelzen.
00:14:05: eigentlich kein Problem.
00:14:07: jetzt kommt aber die Begründung.
00:14:08: wir haben auch das Glück gehabt dass wir am Standort Oberbetting bei der großen Flut unser Werk abgesoffen ist und das hat uns halt auch viele Schwierigkeiten gegeben und gebracht.
00:14:21: Und das war nachher die Begründung, dass das Überschwemmungsgebiet sei und dass wir darauf ja nichts machen dürften.
00:14:27: Also wie sind wenn sie so wollen praktisch enteignet worden?
00:14:30: Das höre ich leider sehr oft in vielen Interviews.
00:14:32: Ich würde gerne mal die Menschen die solche Entscheidungen treffen Teil müssen sich einfach Gesetze umsetzen Die Verwaltungsmenschen die Bürokratien erfinden, die würde ich gerne einmal in einen Betrieb reinsetzen In den Vertrieb und Sie bekommen nur dann Gehalt überwiesen Wenn sie auch was verkauft haben.
00:14:51: Ja,
00:14:51: ganz ernst.
00:14:52: Also nur wirklich eine Provision ein kleines Grundgehalt, tausend Euro das vielleicht ihre Miete bezahlen können aber ansonsten nur wenn sie daran arbeiten einen Produkt zu verkaufen.
00:15:02: also Sie kriegen vorher alles Schulungen wie Verkauf ich richtig?
00:15:05: Produktschulungen und nur dann wirklich Geld bekommen über Provision.
00:15:10: Ich glaube der Welt wird sich ganz schnell ändern weil die Menschen feststellen ich muss produktiv sein mein Produkt muss gut sein ich muss meine Firma fördern.
00:15:17: mit diesem Gedankengut Würde sich die Welt ändern, glaube ich?
00:15:20: Sie würde sich ändern oder sie würde sich nicht ändern.
00:15:24: Weil dann die Verwaltung wieder Mechanismen erfinden würden wie sie dann doch wieder ohne dass sie großartig produktiv werden oder produktiv sein müssen Dann doch wiederum überleben können.
00:15:37: Wenn ich darf kann ich Ihnen dazu ein kleines Beispiel nennen Dieser bewusste Antrag für die Photovoltaik.
00:15:43: den habe Ich persönlich bei unserem Amt vorbeigebracht.
00:15:48: Nach acht Wochen habe ich noch keine Eingangsbestätigung gehabt.
00:15:51: Dann hab' ich mal... Was persönlich
00:15:53: heißt doch da?
00:15:54: Ja!
00:15:54: Ich gebe Ihnen Unterlagen, können Sie mir bestätigen, dass Ihr Unterlagen gegeben habt?
00:15:57: Ja aber Sie müssen noch verstehen.
00:15:58: Erstens es ist Corona.
00:16:00: Zweitens es war Karneval.
00:16:02: Drittens und dann war man krank.
00:16:04: Und viertens ja dann war noch Urlaub.
00:16:07: Wie geht's jetzt weiter?
00:16:08: also immer noch abgelehnt oder gibt es eine neue Initiative?
00:16:11: Wir haben eine neue initiative gestartet aber mittlerweile sind leider die wirtschaftlichen Voraussetzungen so dass wir auch wenig auf unsere Liquidität achten müssen und das zurückgestellt haben, bis wir wieder für solche Aktivitäten entsprechende Liquidität haben.
00:16:28: Weil das ist eine Philosophie von uns.
00:16:31: Wir haben noch eine sehr hohe Eigenkapitalrendite.
00:16:34: Und
00:16:34: wo liegt die?
00:16:35: Die liegt insgesamt so roundabout bei fünfzig-fünfzig.
00:16:39: Sehr gut!
00:16:40: Schließen wir das Interview ab.
00:16:41: Was sind Ihre Forderungen an die Politik?
00:16:44: jetzt sofort handeln und langfristig?
00:16:46: Gib mir mal den nächsten zwei Minuten dazu.
00:16:49: Es wäre schön, wenn die Menschen in der Politik tätig sind aus ihrer Plade herauskommen würden und sich den Nöten und Sorgen der Menschen, die arbeiten und die dafür sorgen dass Steuern gezahlt werden einmal widmen und diese nicht ignorieren und sich nur um gewisse Minderheiten kümmern Denn letztendlich sind es die Menschen, Investitionen vom Staat getätigt werden können, einfach mal wirklich zuhören und das Ernst nehmen was auch der kleine Mann auf der Straße an Sorgen und Nöten hat.
00:17:25: Wenn dass in die richtige Richtung gehen würde gehe ich davon aus dann geht es auch was die Unternehmen betrifft und was uns betrifgt in die richtige Richtung.
00:17:34: denn mein Gefühl ist mittlerweile Es wird so in einem Elfenbeinturm gelebt sei es in Berlin oder ich bräuche gar nicht von Brüssel, das ist noch viel, viel schlimmer.
00:17:45: Faktor zehn die Menschen, die dort arbeiten und die da sind haben noch nie in ihrem Leben zehn Euro netto erarbeitet und wissen nicht was es bedeutet.
00:17:54: wenn sie das wüssten glaube ich dann würde unser Land anders aussehen.
00:17:59: Vielen Dank für die Insights von Brauchert!
00:18:02: Vielen dank an Theo Dubai danke
00:18:08: gerne.